Grit: “Meine Brüste oder NICHTS”

Bei einer Routineuntersuchung im Januar 2016 tastete mein Frauenarzt einen Knoten in meiner linken Brust. Die Biopsie kurz darauf brachte Klarheit: Triple-negativer Brustkrebs. Schnell wurde klar, dass ich meine Brüste nicht behalten darf, da man bei mir den BRCA1-Gendefekt diagnostizierte. Das Risiko einer erneuten Brustkrebserkrankung war somit einfach zu hoch. Was also nun tun? Um mich herum war irgendwie jedem völlig glasklar, was jetzt folgt. Logo! Rekonstruktion! Ist doch heutzutage alles machbar! Gar kein Problem! Oder doch? Mein Bauchgefühl sagte mir, “Lass das!” Aber warum?

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Kerstin sitzt in einem Sessel und grinst

Kerstin: „Raus aus der Angst“

Krebs zog sich wie ein roter Faden durch meine Familie. Auf beiden Seiten sind früh sowohl Männer als auch Frauen an ganz unterschiedlichen Krebsarten erkrankt und manche von ihnen früh an diesen Erkrankungen verstorben. Mein Vater verlor seine Mutter mit 17 an die Folgen ihrer Eierstockkrebserkrankung. Mit Ende 20 verlor er erst seinen Vater an Krebs, kurz darauf auch seine Schwester. Als seine Schwester starb, war sie gerade einmal 30 Jahre alt.

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Frau mit zwei Äpfeln

Julia: „Hand auf’s Herz“

Bei meiner Erstdiagnose 2013 war die Einschätzung aller Schwestern und Ärztinnen eindeutig: „Lassen Sie nach der Mastektomie einen Aufbau machen, sonst werden Sie jeden Tag daran erinnert. Wir machen Ihnen da was Schönes!“ Die Vorstellung, Silikon in meinem Körper zu haben, hat mir nie behagt. Aber ich habe damals meine Vorbehalte überwunden und bin dem gut gemeinten Rat gefolgt. Wird schon gut gehen, hoffte ich.

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Foto von einer brustlosen Frau im Bikini vor einem Boot

Heike: “So wie es ist”

Meine Mutter war 57, als sie das erst Mal an Brustkrebs erkrankte. Das war 1997 und in dieser Zeit wurde noch sehr schnell amputiert. Sie hat nie darüber gesprochen, weder mit ihrem Mann noch mit ihren Töchtern. Ich habe weder ihre Narbe noch Ihre Prothese, die sie völlig selbstverständlich trug, je gesehen.

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